Aktuariate benötigen konsistente Grunddaten zur Ableitung verlässlicher Verteilungen für Schadenhöhen und Schadenanzahlen segmentiert nach Teilportfolien mit homogenen Merkmalen. Auf dieser Basis werden die Pricing und ReservierungPreise für versicherungstechnische Risiken ermittelt. Dazu beantworten Aktuariate typischerweise wichtige Fragen wie:

  • Mit welchen Risiken und Schadenprofilen ist in einzelnen Segmenten zu rechnen?
  • Welche Prämie kann im Portfolio zu erwartende Schäden abdecken?
  • Welche Teilsegmente können mit einheitlichen Tarifen bearbeitet werden?
  • Welche Preisuntergrenzen müssen im Zyklusmanagement beachtet werden?
  • Welche Risiken für Großschäden oder Kumule existieren?

Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass die Erkenntnisse des Aktuariates unternehmensweit berücksichtigt werden. Dies wird durch eine integrierte Analysedatenbank (Data Warehouse, Insurance Database) erreicht, welche die einheitlichen Grunddaten für alle Fachbereiche vorhält. Vorgaben der Unternehmenssteuerung und auch des Aktuariates werden hier abgelegt, so dass alle Fachbereiche auf diese jederzeit aktuell zurückgreifen können.

Vertrauen schaffen durch verlässliche Kommunikation

Versicherungsunternehmen haben einen besonders hohen Bedarf, mit dem Markt zu kommunizieren. Dieser Bedarf wird schnell zu einem sehr zeitaufwändigen Prozess, da komplexe Analysen mit wichtigen Marktkommunikationinhaltlichen Überschneidungen nicht selten mehrfach von unterschiedlichen Funktionen im Unternehmen erstellt werden. Die Folge sind arbeitsintensive Abstimmungsprozesse, Doppelarbeiten und im schlimmsten Falle Reputationsschäden.

Die Marktkommunikation ist ein zentraler Bestandteil der Aufgaben der Unternehmensleitung. Die Kommunikation muss jedoch konsistent an sehr unterschiedliche Stakeholder erfolgen.