Öffentliche Versorger für Wasser und Abwasser sind durch Gesetzgebung auf europäischer Ebene, Bundesebene und Landesebene sowie durch Verordnungen dazu verpflichtet, Anlagen und Aggregate zur Gewinnung von Frischwasser und zur Entsorgung von Abwässern in ihrem Verantwortungsbereich  instand zu halten. Hierzu sind diese Anlagen systematisch zu erfassen, die Art und Häufigkeit der Instandhaltung festzulegen sowie die Durchführung der definierten Maßnahmen durch geeignete qualitative und quantitative Kapazitätsplanungen sicherzustellen. Auf dieser Grundlage sind u.a. detaillierte Übersichten zu erstellen, die einen Überblick geben, über die geplanten und angefallenen Kosten der Instandhaltung, so dass die notwendigen zukünftigen Mittel begründet beantragt werden können. Durch spezialisierte Steuerungsinstrumente sind hier z.B. die folgenden Steuerungsfragen zu beantworten:

  • InstandshaltungWelche Instandhaltungsobjekte (Techn. Platz, Equipment) unterliegen welchen Instandhaltungsanforderungen? Wurden diese eingehalten?
  • Welche internen Ressourcen müssen kurzfristig und mittelfristig vorgehalten werden? Wie verteilen sich diese auf Instandhaltungsteams?
  • Welche externen Ressourcen für unterschiedliche Leistungsarten müssen abrufbar sein?
  • Welche Konsequenzen entstehen bei gradueller Nichterfüllung?
  • Welchen Instandhaltungsaufgaben wurden welche Mittel zugeordnet und wurden diese bereits durch Aufgabenrückmeldungen erkennbar abgerufen?

Die Beantwortung dieser und ähnlicher Steuerungsfragen durch geeignete Business Intelligence Lösungen unterstützt nicht nur eine permanente Kostenkontrolle. Vielmehr ermöglicht Business Intelligence eine jederzeitige Auskunftsfähigkeit über den Erfüllungsgrad sowie einer eventuellen Diskrepanz zwischen vorgehaltenen Kapazitäten und Anforderungen im Verantwortungsbereich. So lassen sich z.B. auch leistungsartabhängige Verbräuche an interner und externer Kapazität im Ist und Soll abgleichen oder auch die Anzahl nicht erledigter Instandhaltungsaufgaben.

Fallstudie: Regulatorisches Berichtswesen für Gasnetzdaten

Der wettbewerbsorientierte europäische Energiebinnenmarkt ist ein zentrales strategisches Ziel der Europäischen Union und damit Hintergrund zahlreicher gesetzlicher Anforderungen an die Energiewirtschaft. Als einer der größten europäischen Netzbetreiber ist Open Grid Europe diesem Ziel verpflichtet und trägt mit seinen Netzdatenveröffentlichungen entscheidend zur notwendigen Transparenz bei.

Ziel des Projektes war es, bestehende und neue Datenveröffentlichungen sinnvoll und kundenfreundlich zusammen zu führen und zur Verfügung zu stellen, und dabei aber weiterhin den Schutz von sensiblen Geschäftskundendaten zu gewährleisten. Hierzu wollte Open Grid Europe eine internetbasierte flexible IT-Lösung schaffen, die automatisiert, schnell und effizient die für die Netznutzer notwendigen Daten und Informationen bereitstellt.