Trotz aller Bemühungen der technischen Standardisierung finden sich auch in Energieversorgungsunternehmen noch zahlreiche Berichtssysteme zur Entscheidungsunterstützung in Form von Excel-basierten Eigenentwicklungen. Die Problematik liegt auf der Hand: Datenüberleitungen werden oft manuell erledigt, ein zeitintensiver und fehleranfälliger Vorgang. Das Wissen über die Abläufe liegt oft bei wenigen Einzelpersonen. Eine Dokumentation existiert nicht.

Moderne Business Intelligence Systeme setzen hingegen mit definierten Schnittstellen auf etablierte ERP-Systeme auf. Automatisierte Datenintegrationsprozesse laden die notwendigen Basisdaten, um periodisch  wichtige Kennzahlen vor zu berechnen und in modernen Berichtsoberflächen zu präsentieren. Der Vorteil liegt in der stabilen Bereitstellung abgestimmter Steuerungsgrößen, jederzeit nachvollziehbar und wohldokumentiert. Die Grundvoraussetzung hierfür ist eine geeignete Werkzeugauswahl sowie der Aufbau einer durchdachten BI Architektur.

Fallstudie: Regulatorisches Berichtswesen für Gasnetzdaten

Der wettbewerbsorientierte europäische Energiebinnenmarkt ist ein zentrales strategisches Ziel der Europäischen Union und damit Hintergrund zahlreicher gesetzlicher Anforderungen an die Energiewirtschaft. Als einer der größten europäischen Netzbetreiber ist Open Grid Europe diesem Ziel verpflichtet und trägt mit seinen Netzdatenveröffentlichungen entscheidend zur notwendigen Transparenz bei.

Ziel des Projektes war es, bestehende und neue Datenveröffentlichungen sinnvoll und kundenfreundlich zusammen zu führen und zur Verfügung zu stellen, und dabei aber weiterhin den Schutz von sensiblen Geschäftskundendaten zu gewährleisten. Hierzu wollte Open Grid Europe eine internetbasierte flexible IT-Lösung schaffen, die automatisiert, schnell und effizient die für die Netznutzer notwendigen Daten und Informationen bereitstellt.