Die Verbriefung von Forderungsbeständen (oder Asset Backed Securities) ist ein wichtiges Instrument der Refinanzierung und der Risikodiversifikation von Finanzinstituten. Die Überführung nicht handelbarer Aktiva in handelbare Wertpapiere erhöht zum einen die Liquidität des emittierenden Institutes (Orginators). Zum anderen federt sie die im Forderungsbestand vorhandenen Kreditrisiken ab, indem diese partiell auf die Käufer des Papiers (Investoren) übertragen werden.

KapitalDie Durchführung einer solchen Verbriefungstransaktion ist jedoch an die Erfüllung zahlreicher Bedingungen und Vorgaben geknüpft, welche sich nicht zuletzt aus den regulatorischen Vorschriften ergeben, die im Zuge der Bankenkrise 2007 verschärft wurden. So sind unter anderem Anforderungen externer Stakeholder zu berücksichtigen, mit entsprechenden Auswirkungen auf Projektvorgehen und Zielarchitektur.

Neben einem differenzierten, datenschutzrechtlich unbedenklichen Reporting an die beteiligten Parteien sowie nationale Aufsichtsinstanzen und der EZB sind insbesondere Ratingagenturen und die beteiligte Investmentbank einzubinden. Letztere tritt als sogenannter Arranger oder Underwriter auf und organisiert und überwacht die gesamte Transaktion. Insbesondere bei der Ausgestaltung der Kriterien an die einzelne Forderung (Eligibilitykriterien) und an den gesamten Forderungsbestand (Portfoliokriterien) der jeweiligen Verbriefungstransaktion sind diese externen Stakeholder von entscheidender Bedeutung und müssen genau informiert werden.

Eine besondere Herausforderung stellt das monatliche Auffüllen des Forderungsportfolios der Transaktion dar. Hier sind in einer Replenishmentphase auslaufende oder ausgefallene Kreditforderungen zum Erhalt des Deckungsbeitrages in der Summe adäquat zu ersetzen. Die Kriterien am Gesamtportfolio dürfen dabei nicht verletzt werden, gleichwohl hat die Auswahl der herangezogenen Kreditforderungen zufällig und ohne manuellen Eingriff zu erfolgen.

Unsere Kompetenz
Als Lösungsansatz für diese besondere Problematik des Replenishments entwickelte INFORMATION WORKS ein heuristisches Verfahren auf Basis des simulated annealings. Hiermit kann das Auswahlverfahren in einer den Erfordernissen der verantwortlichen Fachabteilung angepassten Form zur Verfügung gestellt werden. Die Nutzung der regulatorisch eingeräumten Freiheitsgrade ist durch entsprechende Parametrisierung des Prozesses gewährleistet.

Über den Auswahlprozess hinaus empfiehlt INFORMATION WORKS der federführenden Fachabteilung eine Analytical Sandbox als Analyse- und Kontrollumgebung zur Verfügung zu stellen, welche sie in die Lage versetzt, die verschiedenen Schritte der Datenverarbeitungskette für die Verbriefung zu überwachen.

Sowohl für die Sandbox inklusive des Auswahlverfahrens der Forderungen, als auch für den gesamten mehrstufigen Verarbeitungs- und Reportingprozess der Verbriefung bietet INFORMATION WORKS eine als Best Practice gewonnene Grundarchitektur an. Diese gewährleistet die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen des Datenschutzes und der Finanzaufsicht, vereinfacht durch Modularisierung die Entwicklung und die Maintenance des Gesamtprozesses und definiert die Reportingschnittstellen für die internen wie externen Adressaten. Daneben bietet INFORMATION WORKS eine den spezifischen Erfordernissen angepasste projektmethodische Beratung sowie die passenden Implementierungsleistungen.

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