WerkzeugkastenBusiness Intelligence und Analytics Infrastrukturen werden i.d.R. mit Hilfe spezialisierter Softwarewerkzeuge aufgebaut. Das Spektrum der am Markt verfügbaren Werkzeuge ist dabei sehr breit. Dieses reicht von Tools, die auf Aufgaben einer bestimmten Architekturschicht (z.B. Datenintegration, Front End) spezialisiert sind bis hin zu integrierten Plattformen. Bei der Technologieauswahl sind deshalb grundsätzlich zwei Vorgehensstrategien zu unterscheiden:

  • Best-of-Breed („Das beste der Brut“): Bei diesem Ansatz wird für jede Architekturschicht das hierfür jeweils am besten geeignete Werkzeug ausgewählt. Die Herausforderung bei diesem Ansatz besteht in der Integration der verschiedenen Werkzeuge insbesondere im Hinblick auf durchgängige Metadaten und Berechtigungssteuerung.
  • End-to-End: Plattformen bieten integrierte Werkzeugunterstützung von der Datenintegration über performanceoptimierte Speicherkonzepte (z.B. OLAP) bis hin zu Endbenutzerwerkzeugen wie Dashboards oder Reporting. Vorteil sind integrierte Metadaten und eine i.d.R. gute Integration der Werkzeuge – sofern es sich nicht nur um Technologiezukäufe des Herstellers handelt. Da der Aufbau einer BI & Analytics Infrastruktur ein erhebliches Investment bedeutet ist die höhere Abhängigkeit von dem ausgewählten Softwarehersteller ist zu beachten.

Als zusätzliche Gestaltungsoptionen sind nicht-kommerzielle Open Source Werkzeuge zu betrachten oder auch die Eigenentwicklung mit Hilfe von allgemein verfügbaren Programmiersprachen wie Java oder Perl sowie Datenbankskripts.

Unsere Kompetenz
INFORMATION WORKS besitzt tiefgreifende Erfahrung bei der Implementierung von Business Intelligence und Analytics Infrastrukturen für Kunden aller Branchen und Größen. Vor diesem Hintergrund sind wir vertraut mit den Möglichkeiten unterschiedlichster Entwicklungswerkzeuge.

Im Rahmen von Beratungsprojekten zur Werkzeugauswahl unterstützen wie unsere Kunden bei der Erstellung eines Shortlist der in Frage kommenden Werkzeuge, der Erhebung und Evaluation von K.O.-Kriterien sowie der Detailbewertung mittels Scoring und Sensitivitätsbetrachtung. Letzteres ist sehr empfehlenswert, um eine intersubjektive Nachvollziehbarkeit der Entscheidung zu gewährleisten.
Die Analyse und Beratung beinhaltet ist aber nicht beschränkt auf Themen wie:

  • Werkzeugpositionierungen und wesentliche Funktionen
  • Besonderheiten der Werkzeuge im Hinblick auf Entwicklungsprinzipien, Metadatenintegration und Organisationseinbindung
  • Stärken und Schwächen von werkzeugspezifischen Konzepten für den Aufbau von Mehrsystemlandschaften (Entwicklung, Test, Produktion) inkl. Deployment Verfahren
  • Verfügbarkeit von In-House Know How und die Fähigkeit dieses nachhaltig aufrechtzuerhalten
  • Bewertung der Marktgängigkeit von Werkzeugen, um die Zugreifbarkeit auf externe Kapazitäten abzuschätzen zu können
  • Zu erwartende Aufwände bei Werkzeugumstellungen

Die Erfahrung zeigt, dass durch die Vorentscheidung auf ein ungeeignetes Software-Werkzeug erhebliche Fehlinvestments entstehen können. Dies geschieht oft dann, wenn eine Werkzeugentscheidung auf Basis von einfach gestalteten Herstellerdemonstrationen und reiner Dokumentenlage fällt. Dieses als „Beauty-Contest“ zu bezeichnende Verfahren berücksichtigt nicht hinreichend, welche konkreten Entwicklungserfahrungen mit den betreffenden Werkzeugen im Markt gemacht werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, möglichst frühzeitig beratende Unterstützung mit nachweisbarer Implementierungserfahrung mit den betreffenden Werkzeugen hinzuzuziehen.

Management Dashboards für Steuerungsinformationen

Dashboards dienen der kompakten Darstellung wesentlicher Steuerungsgrößen. Durch die Vielfalt möglicher Darstellungs- formen von Tachoscheiben bis zu Cloud-Tags werden Dashboards oft als bunte Bilder missverstanden. Überladene oder farblich schreiende Prototypen von Softwareherstellern fördern diesen falschen Eindruck. Tatsächlich leisten Dashboards einen wertvollen Beitrag gerade dann, wenn die Navigationsnotwendigkeiten klar beschreibbar sind und wenig Ad Hoc Recherche vorzusehen ist. Auch durch die individuell zu gestaltende Bedienung kann der Informationszugriff für Endanwender mit wenig IT-Kenntnissen oder auch für gelegentliche Nutzer erheblich vereinfacht werden.