Bulle fr Basel kleinDas Management von Risiken ist seit jeher inhärenter Bestandteil der Geschäftstätigkeit von Banken. Stand zunächst die Begrenzung des Risikos im Mittelpunkt der Betrachtung, wird heute ein ganzheitliches Risikomanagement zum strategischen Erfolgsfaktor. Die Steuerung der Risikoposition einer Bank setzt Methoden und Verfahren zur Messung des Risikos voraus. So sind verschiedene Verfahren zur Ermittlung des Value-at-Risk im Bereich des Marktrisikos heute etabliert. Mit dem umfassenden Regelwerk des Baseler Konsultationspapiers (Basel II+III) ist die Quantifizierung des Risikos im Kerngeschäft der Kreditinstitute in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. Die Regelwerke werden hierzu in Gesetze und Richtlinien umgesetzt. Die gesetzlichen Anforderungen erfordern von den Instituten die Anpassung und Einführung geeigneter Systeme und Verfahren.

Bereits heute sind die Voraussetzungen für die Messung der Risiken im Kreditgeschäft ebenso zu schaffen wie die Erfassung des operationellen Risikos. Die Entscheidung für eines der vorgesehenen Verfahren zur Eigenkapitalunterlegung der Risiken bestimmt mit über den Weg zur Einführung der Regelwerke im Institut. Das Projekt ist in das Risikomanagement des Instituts im Rahmen der Gesamtbanksteuerung zu integrieren. Anforderungen einzelner Geschäftsbereiche zur risikoadäquaten Kalkulation des Angebots sind in das Projekt einzubeziehen.
In Abhängigkeit des gewählten Verfahrens stellt das Konsultationspapier umfassende Anforderungen an  das Risikomanagement der Bank.

Klassischerweise lässt sich Risikomanagement in vier Teilbereiche unterscheiden. Dies sind die Prozesse der Risikoermittlung, der Risikomessung, der Risikosteuerung und der Risikoüberwachung. Ein funktionierendes Berichtssystem, klar definierte Prozessabläufe und vor allem ein erfahrenes Managementteam, welches den Zusammenhang von Risiken und Chancen in den jeweiligen Geschäftsbereichen genau versteht, sind dabei unverzichtbar. Aber nur was gemessen wird kann auch gesteuert werden, so dass den statistischen Verfahren im Bereich Risikomanagement eine entscheidende Rolle zukommt.

Grundlage für die Risikoermittlung und Offenlegung ist eine integrierte Datengrundlage. Dies kann durch ein Data Warehouse für die Gesamtbanksteuerung erreicht werden. Dazu sind heterogene Datenquellen aus sämtlichen Geschäftstätigkeiten der Bank zusammenzuführen. Auf diesen Grunddaten setzen integrierte Rechenkerne auf, die mittels komplexer statistischer Verfahren die von der Aufsicht geforderten Kennzahlen (z.B. EAD, LGD, PD) errechnen. Voraussetzung für eine aufsichtsrechtlich konforme Infrastruktur ist dabei die volle Historisierung von Eingangsdaten, Ergebnissen und Rechenregeln. Ferner muss für die analytisch orientierten Fachbereiche die Möglichkeit der flexiblen Anpassung dieser Rechenkerne geboten werden - eine besondere Herausforderung an die Data Warehouse Architektur. 

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Weiterführende Informationen
Basel II konformes Data Warehouse bei der CreditPlus Bank AG (PDF)

Basel II konformes Data Warehouse bei der CreditPlus Bank AG

Im Juni 1999 hat der Baseler Ausschuss für die Bankenaufsicht ein Konsultationspapier zur Neufassung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung vorgelegt, die die geltenden Bestimmungen aus dem Jahr 1988 für die Hinterlegung von Eigenkapital zur Besicherung von Risiken bei Banken erweitern soll. Ende 2006 wird diese Neufassung der Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) in Kraft treten.

Im Rahmen mehrerer Projektzyklen ist es von Seiten der CreditPlus Bank AG geplant, alle Maßnahmen durchzuführen, die zu einer frühestmöglichen aufsichtsrechtlichen Anerkennung des gewählten Verfahrens zur Eigenkapitalbemessung notwendig sind.

Risiko-Informationspool für Solvency II

Durch die Anforderungen aus Solvency II wird die Thematik eines integrierten Risikomanagements für Versicherungsunternehmen immer aktueller. Voraussetzung und oftmals auch Hürde ist hierbei eine saubere und risikoadäquate Datenbasis. Damit rückt der Aufbau eines unternehmensweiten Risiko-Informationspools mit integrierten Datenhaushalten aus allen Bereichen in den Fokus. Auf diesen Informationspool setzen dann spezialisierte Modellierungswerkzeuge des Aktuariates auf. Eine übergreifende Risikosicht auf das gesamte Versicherungsunternehmen wird dann auf dieser konsistenten Datengrundlage mittels Dynamischer Finanzanalyse (DFA) erzeugt.