BI Anwendungen stellen steuerungsrelevante Informationen für Geschäftsprozesse und Entscheidungen bereit. Fehlerhafte Informationen können erhebliche Schäden verursachen. Deshalb ist der Qualitätssicherung von BI Anwendungen besondere Beachtung zu schenken.

QualittssicherungKlare fachliche und technische Definitionen in der Konzeption, ein intensives Datenqualitäts- monitoring und eine tiefgehende Überprüfung der Software-Systeme gegen die fachlichen Vorgaben muss deshalb integraler Bestandteil des Gesamtprozesses sein. Dies führt zur Steigerung der Qualität bei gleichzeitiger Kosten- und Risikoreduktion.
Das Qualitätsmodell von INFORMATION WORKS beruht auf dem Prinzip, alle Arbeits- ergebnisse kontinuierlich im Kontext des Gesamtzieles zu bewerten. Für die Entwicklung von BI-Systemen ergeben sich daher folgende Ansatzpunkte:

Qualitässicherung im Bereich Konzept
Die Qualität des späteren Systems wird durch die fachliche und technische Präzision der während der Analyse erarbeiteten Definitionen bestimmt. Kennzahlen und Modelle müssen daher fachlich klar abgegrenzt und aus den operativen Datenbeständen eindeutig ableitbar sein. Die Methode fokussiert daher insbesondere die fachliche und technische Konsistenz von Definitionen und Spezifikationen. Neben der kontinuierlichen Begleitung der Analyse werden die Ergebnisse durch detaillierte Reviews abgesichert. Die Datenquellen werden einem Datenqualitäts-Assessment unterzogen. Dies erlaubt eine frühzeitige Einschätzung der verfügbaren Datenqualität, sofern erforderlich können Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet werden. Darüber hinaus adressiert die Methode die Vollständigkeit, Richtigkeit und Übersichtlichkeit der entstehenden konzeptionellen Dokumentation.

Qualitätssicherung im Bereich Implementierung und Test
Um eine qualitätsgesicherte Umsetzung der Konzepte zu forcieren, werden bereits während der Konzeption Geschäftsfälle (Business Cases) definiert und dokumentiert.  Die Sammlung dieser Geschäftsfälle wird nach dem Top-Down-Prinzip zu einem vollständigen Testmodell zusammengefasst. Auf unterer Ebene besteht das Testmodell aus detaillierten und dokumentierten Einzelprüfungen (Testcases). Ergänzt und vervollständigt wird das Testmodell durch technische Tests wie die Überprüfung der Performanz der Anwendung, Massentests und die Prüfung der Tauglichkeit für den täglichen Produktionsbetrieb. Die Fehlererfassung und -klassifizierung sowie die Dokumentation der Fehlerbehebung und der Nachtest findet werkzeugunterstützt statt. Damit ist eine dokumentierte Grundlage für die Abnahme sichergestellt.

INFORMATION WORKS bietet unabhängig von Umsetzungsprojekten, Unterstützung im Rahmen der Qualitätssicherung von BI Anwendungen an.

Testmodell
Integriertes Testmodell zur Qualittssicherung von BI Anwendungen kleinDas Testmodell umfasst die Festlegung von Teststufen (bzw. Testzyklen) und basiert auf den Entwicklungsstand des Systems. Bei umfänglichem Testanspruch favorisiert INFORMATION WORKS ein Modell basierend auf etablierten Standards wie z.B. dem V-Modell.

  • Vollumfängliche Tests umfassen hierbei folgende Testkriterien:
  • Funktionale Tests bzw. Funktionstests
  • Nicht-funktionale Tests
  • Schnittstellentests
  • Fehlertests
  • Datenkonsistenztests
  • Wiederinbetriebnahmetests
  • Interoperabilitätstests
  • Installationstests
  • Oberflächentests
  • Stresstests
  • Crashtests
  • Lasttests
  • Performance Tests
  • Rechnernetz-Tests
  • Sicherheitstests

Die Testdurchführung selbst kann nach verschiedenen methodischen Ansätzen erfolgen und richten sich nach der Teststrategie (SMART-Testing, Risk based testing, Data driven Testing, exploratives Testen, top-down / bottom-up, hardest first, big-bang).

Testdokumentation
Dokumentation und Vorbereitung sind wesentliche Elemente der Testplanung. INFORMATION WORKS empfiehlt die folgenden Unterlagen zur Unterstützung der Testdokumentation gem. Standard IEEE 829.

  • Testplan: Umfang, Vorgehensweise, Terminplan, Testgegenstände.
  • Testdesignspezifikation: Beschreibt die im Testplan genannten Vorgehensweisen detailliert.
  • Testfallspezifikationen: Definiert die Umgebungsbedingungen, Eingaben und Ausgaben eines jeden Testfalls.
  • Testablaufspezifikationen: Erläutert in Einzelschritten, wie jeder Testfall durchzuführen ist.
  • Testobjektübertragungsbericht: Protokolliert, welche Testgegenstände wann an welche Tester übergeben wurden.
  • Testprotokoll: Chronologische Auflistung aller relevanten Vorgänge bei der Testdurchführung.
  • Testvorfallbericht: Listet alle Ereignisse, die eine weitere Untersuchung erfordern.
  • Testergebnisbericht: Beschreibung und Bewertung der Ergebnisse aller Tests.