agile BIAgile Business Intelligence ist aktuell in aller Munde. Ziel ist stets, Anforderungen des Fach- bereiches schneller zu erfüllen, als dies mit herkömmlichen Entwicklungsverfahren möglich erscheint. Was jedoch unter agiler BI zu verstehen ist und wie sich diese Verfahren von den im Data Warehousing etablierten Vorgehensweisen unterscheiden, darüber herrscht im Markt wenig Klarheit. So werden oft schrittweise, inkrementelle Vorgehensprinzipien oder auch Ansätze des Prototypings gerne als „agil“ bezeichnet. Solche Umetikettierungen werden dem Thema jedoch nicht umfassend gerecht.

Neben den Methoden im Rahmen von Projekten und der Weiterentwicklung der BI Anwendungen, sind vielmehr infrastrukturelle, organisatorische und strategische Faktoren in die Betrachtung mit einzubeziehen. Die Ausgestaltung einer agilen BI muss daher eine auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene Kombination aller Faktoren berücksichtigen.

Unsere KompetenzAgile BI Health Check
INFORMATION WORKS bietet umfassende Erfahrungen in Beratung und Implementierung agiler Business Intelligence Umgebungen. Dabei liegt der Fokus auf tatsächlich neuartigen Vorgehensweisen mit echtem Zusatznutzen. Diese lassen sich an drei wesentlichen Dimensionen festmachen:

  • Vorgehensweisen: Ansatzpunkt für die Einführung agiler Entwicklungsprinzipien ist hier die Projektvorgehensweise. Etablierte Methoden aus dem Umfeld der Softwareentwicklung bieten dabei mit Scrum einen erprobten Werkzeugkasten (BI User Stories, Scrum Projektrollen, BI Product Backlogs, BI Sprint Backlogs, Team-Selbstorganisation, etc.). Der tatsächliche Einsatz dieser Methoden erfordert ein hohes Maß an politischem Rückhalt in der Organisation. Agile Entwicklungsmethoden setzten auf leichtgewichtige Vorgehensweisen, eigenständige, interdisziplinäre Teams und eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich. Dies wirkt sich stark auf die klassischen IT Organisationen aus und ist oft nur schwer zu durchzusetzen. Je nach Unternehmensstruktur müssen eingenständige Entwicklungsteam integriert und das Zusammenspiel der jeweiligen Teams orchestriert werden. Darüber hinaus sind die Deliverables korrekt im Hinblick auf ihre Abhängigkeiten und Time-Boxing-Möglichkeiten zu bewerten. Unterstützend wirken dabei innovative Methoden des Software Engineerings z.B. die Hyper-Normalisierung im Bereich der Datenmodellierung oder templatebasierte Ansätze im Rahmen des Designs und der Dokumentation.
  • Architektur: Im Rahmen der Architekturdefinition und Bebauungsplanung werden wesentliche Entscheidungen bzgl. der Entkopplung von Systemen getroffen. Ferner können im detaillierten technischen Design Montagestellen für Fachbereichsrechenkerne und agile Anpassbarkeit vorgesehen werden. Diese aktiven Entwurfsentscheidungen unterstützen sowohl fachlich notwendige Freiheitsgrade, als auch die Erfordernisse eines stabilen IT-Betriebes. Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang kontrollierte fachliche Sandboxes, die den Fachbereichen die Möglichkeit geben, Ad-hoc-Analysen durchzuführen, auf Basis von Prognosen zu simulieren und daraus resultierende Erkenntnisse kurzfristig zur Optimierung der Geschäftsprozesse zu nutzen. Darüber hinaus bieten die Sandboxes die Möglichkeit technisch versierte Mitarbeiter im Fachbereich in die Tätigkeiten zur Weiterentwicklung fachlicher Rechenkerne einzubinden. Standardisierte Übergabeverfahren oder die Nutzung von Engine-Konzepten erlauben es, die erzeugten Prozesse in den geregelten Ablauf der Datenbewirtschaftung und Informationsgewinnung zu integrieren. Die damit verbundene Reduzierung von Schnittstellen zwischen Fachbereich und IT erhöht die BI Agilität.
    Des Weiteren stellen Softwarehersteller Self Service BI Werkzeuge zur Verfügung, die bei gezieltem Einsatz die BI Agilität erhöhen können. Diese sind entlang des bestehenden Technologieportfolios zu bewerten.
  • Organisation: Agile Vorgehensweisen erfordern eine auf Agilität ausgerichtet Organisation. Die Umstellung von klassischen auf agile Verfahren rüttelt oft an den Grundfesten der Unternehmensstrukturen. Agile Organisationen bauen auf eigenständige, interdisziplinäre Teams und die enge Zusammenarbeit mit den Fachbereichen. Die Reduktion von Dokumentation erfordert eine engere Zusammenarbeit und intensivere Kommunikation zwischen Entwickler und Anforderungsteller.
    Die Komplexität von BI Infrastrukturen - sowohl fachlich als auch technisch, starke Abhängigkeiten in den Prozessen oder die Anforderungen an Eindeutigkeit von Informationen über die Fachbereiche hinweg stehen oft den Anforderungen an agiler Zusammenarbeit entgegen.
    Der anwendungsspezifische Aufbau von Entwicklungsteams kann dabei helfen, die Agilität zu steigern. Die engere Integration der Fachbereiche in die Weiterentwicklung löst Schnittstellen auf und fördert damit die BI Agilität. Jedoch sind die relevanten organisatorischen Fragen zu lösen, insbesondere
    - Trennung der Verantwortlichkeiten Fachbereich und IT
    - Zuständigkeiten der jeweiligen Entwicklungsteams
    - Steuerung der Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Entwicklungsteams
    - Festlegung von Hoheitsbereichen (fachlich und technisch)
    - Einführung ein Stabstelle
    - Data Governance

Die Umsetzung von BI Agilität im Unternehmen hängt wesentlich von den Agilitätsanforderungen ab. Diese wiederum richten sich aus, an den jeweiligen Geschäftsfeldern und der Notwendigkeit agil auf Marktsituationen reagieren zu müssen, sowie an den Ansprüchen zur Unternehmenssteuerung und der IT-Effizienz. So geht z. B. die Anforderung an dezentraler Steuerung damit einher, dezentrale Steuerungsanwendungen bereitzustellen. Agilität kann in diesem Fall durch ein anwendungsspezifisches Team sichergestellt werden.

Die Spielarten in Großunternehmen sind dabei vielfältig. In der Regel wirkt sich die Unternehmensstrategie direkt auf die BI Governance und -Architektur aus. In diesem Zusammenhang ist es zwingend notwendig die Unternehmensorganisation und -strategie aufzunehmen und die Hoheitsbereiche zu identifizieren. Eventuelle Anforderungen an Agilität können in diesem Schritt identifiziert und weiter konkretisiert werden. Basierend auf den Ergebnissen werden agile Teams identifiziert und zugeordnet. Über eine Stabsstelle ist die Priorisierung und Zuordnung der Aufgaben sicherzustellen. INFORMATION WORKS greift hierfür auf den BI Strategie und Governance Framework zurück.

Zur Schaffung eines Marktstandards für das Verständnis von agiler BI hat der TDWI Germany e.V. (TDWI = The Data Warehouse Institute) daher eine Arbeitsgruppe gegründet, welche bereits geeignete Definitionen vorgelegt hat. INFORMATION WORKS wirkt maßgeblich mit in der Arbeitsgruppe Agile BI des TDWI Germany e.V. und ist Mitglied des Agile BI Konsortiums des TDWI Germany e.V..

Sie wünschen nähere Informationen zum Aufbau Ihrer agilen BI? Sprechen Sie uns an und erfahren Sie mehr über unsere Unterstützungsleistungen für

  • die Einführung agiler Vorgehensweisen
  • die Definition agiler Infrastrukturen und die Bebauungsplanung
  • die Auswahl und die Integration von Self Service BI Komponenten
  • den Aufbau agiler Organisationsstrukturen und der relevanten Governance

INFORMATION WORKS verfügt hier über tiefgehende Methoden und Erfahrungswissen für alle Fragen der Analyse, der Entwicklung und des Betriebes agiler BI Infrastrukturen. Hierfür greifen die Berater von INFORMATION WORKS auf Tools und Templates der metaWORKS® BI Reference Library zurück, dem Werkzeugkasten für Best Practice Methoden von INFORMATION WORKS.

Publikationen
BI Spektrum 5/2012: Standard für Agile BI in der BI Community durch den TDWI (PDF)
Aktiv statt retrospektiv: Kreditportfoliosteuerung bei der HypoVereinsbank (PDF)
Zentrales Vertriebsreporting bei der CreditPlus Bank AG (PDF)
Gartner Group, 2. April 2007: Toolkit Case Study: Unicredit Leverages BI to Create a New Business Model (PDF)
The Impact of Agility Requirements on Business Intelligence Architectures (PDF)
Fallstudie: Agile Business Intelligence bei einer Bank (PDF)

Leistungsangebot Agile BI Health Check zum Festpreis (PDF)

Agile BI Health CheckBasierend auf unseren jahrelangen Erfahrungen und Best Practices bietet INFORMATION WORKS seinen Kunden einen Agile BI Health Check an, der die BI nach einem standardisierten Vorgehen auf agile BI Fitness prüft.

Basis des Agile BI Health Checks ist der INFORMATION WORKS Beratungsframework, der sich bereits in zahlreichen Projekten bewährt hat. Die Health Check Ergebnisse umfassen eine vollständige Beurteilung aller Einflussfaktoren inkl. Handlungsempfehlungen. Die Ergebnisse werden dabei in unterschiedlichen Detaillierungen aufbereitet, so dass sowohl eine summarische Nachvollziehbarkeit als auch eine praktische Umsetzbarkeit gewährleistet sind.

 

 

Quelldaten systematisch analysieren

Basis eines jeden Business Intelligence Systems sind die auszuwertenden Daten. Damit die im Rahmen der Datenmodellierung erstellten Zieldatenmodelle tatsächlich realisierbar sind, ist eine systematische Quellsystemanalyse unverzichtbar.

Dabei ist stets abzuwägen in welchem Umfang die Quellsysteme tatsächlich autonom durch das Business Intelligence Projektteam zu analysieren sind. Handelt es sich dabei doch oft, um sehr umfangreiche operative Systeme, die nur mit Hilfe von System Ownern und dedizierten Quellsystemexperten wirklich verstanden werden können. Typischerweise werden daher die Verantwortlichen der Quellsysteme frühzeitig in die Analysen einbezogen, so dass die spezifizierten Anforderungen im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit frühzeitig verifiziert werden können.